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Clever mobil und fit zur Arbeit
warum eigentlich?
Umwelt, Klimaschutz und Verkehr
Der Verkehr ist einer der Hauptverursacher der steigenden CO2-Emissionen
und der damit einhergehenden Gefahr für das Weltklima. Im Jahr
2000 stammten rund 22% der deutschen CO2-Emissionen aus dem motorisierten
Inividualverkehr. Während in anderen Bereichen, so zum Beispiel
in der Industrie, in den letzten Jahren CO2-Einsparungen erreicht
worden sind, haben die CO2-Emissionen im Verkehr seit 1990 bis 2000
um 11% zugenommen. Diese Entwicklung konterkariert die Klimaziele
der Bundesregierung.
Die Autoabgase gefährden durch gesundheitsschädigende
Stoffe, wie z.B. Rußpartikel, Benzol, Stickoxide und Kohlenwasserstoffe,
Mensch und Natur. Der enorme Flächenverbrauch des Verkehrs
engt den Lebensraum von Mensch und Tier ein. Der Verkehrslärm
macht die Menschen krank. Etwa 60% aller Einwohner Deutschlands
fühlen sich durch Straßenverkehrslärm gestört.
Umweltbelastungen
Die von Unternehmen hervorgerufenen Umweltbelastungen sind zu einem
hohen Anteil auf den betrieblich bedingten Verkehr zurückzuführen.
Besonders in Dienstleistungsunternehmen und Verwaltungen ist der
Verkehr in der Regel der hauptsächliche Belastungsfaktor. Sogar
in produzierenden Betrieben liegt er in der Skala der Umweltbelastungen
häufig noch vor der Produktion. In Pilotprojekten (Österreich)
wurde ein Rückgang der verkehrsbezogenen Kohlendioxid-Emissionen
in Betrieben von bis zu 30% durch Maßnahmen des Mobilitätsmanagements
festgestellt.
Vorrangige Nutzung des Autos für den
Weg zur Arbeit
Laut Mikrozensus 2000 nutzen 64 % der Erwerbstätigen den Pkw
für den Weg zur Arbeit. 95 % davon fahren selbst, nur 5 % sind
Mitfahrer. In ländlichen Regionen und Städten unter 100.000
Einwohnern hat der motorisierte Individualverkehr ein noch größeres
Gewicht, wogegen der ÖPNV eine Schattendasein (6 bzw. 9 %)
führt. Aber selbst in Großstädten ist für mehr
als die Hälfte (53 %) der Pendler das Auto das bevorzugte Verkehrsmittel
für den Weg zur Arbeit. Selbst für innerstädtische
Kurzstrecken (unter 5 km) fahren 45 % mit dem Auto.
Mobilitätsmanagement
bietet sich in dieser Situation, wo althergebrachte Lösungen,
wie neue Straßen und Parklätze, nicht nur in Städten
versagen, als ein zeitgemäßes Instrument an, um neue
Potentiale für die umweltfreundliche Abwicklung von Verkehrsströmen
zu erschließen.
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